Tipps für die Bachelorarbeit (Uni Innsbruck)

Die Bachelorarbeit war für mich nicht mein Lieblingsteil im Studium. Es fiel mir teilweise sehr schwer dranzubleiben, vor allem, weil Thema und Betreuer nicht die Besten waren. Ich habe bis zum Ende gezittert, weiß aber nun, dass ich sehr gut bestanden habe. Der Weg dorthin war allerdings nicht leicht und ging von Zweifeln bis zu täglichen Nervenzusammenbrüchen. Deswegen möchte ich hier teilen, was mir bei der Bachelorarbeit geholfen hat.

Moodboard

Ich habe diesen Tipp in einem YouTube Video gesehen und direkt umgesetzt. Ich habe mir ganz am Anfang Gedanken gemacht, warum ich diese Arbeit schreiben will, warum ich das Thema bearbeiten will und was meine Motivation war. Immer wenn es mir an Motivation gefehlt hat, habe ich auf das Moodboard geguckt. Das sah folgendermaßen aus:

Chat GPT

Damit meine ich nicht, dass du Chat nutzen sollst, um dir deine Arbeit automatisch verfassen zu lassen, sondern eher um dir das Schreiben zu erleichtern. Du kannst Textstellen umformulieren lassen, dir Vorschläge für eine Gliederung oder dir beim Abkürzungsverzeichnis helfen lassen. Am Ende habe ich sogar nach Verbesserungsvorschlägen gefragt. Mir hat Chat GPT eine Menge Arbeit gespart. Wichtig ist jedoch, dass du die Infos trotzdem gegencheckst, weil nicht immer alles zu 100% stimmt. Solltest du deine Arbeit auf englisch verfassen, kann ich dir deepL sehr ans Herz legen.

Kostenloser Plagiatscheck

Dieser Tipp gilt leider nur für die Uni Innsbruck, ich bin mir aber sicher, dass es bei anderen Unis so etwas ähnliches gibt. Von der ÖH gibt es einen kostenlosen Plagiatscheck, den du einmalig für deine Bachelorarbeit machen kannst. Dieser dauert ca. eine Woche, weswegen es wichtig ist für den Check (& evtl. Verbesserungen) genug Zeit einzuplanen.

Word

Ich nutze Word zwar häufig, hatte aber von vielen Dingen gar kein Plan. Ich würde daher empfehlen sich bevor man überhaupt anfängt zu schreiben, schon mit Word auseinander zu setzen (Ich habe mich erst am Schluss um das Abkürzungsverzeichnis gekümmert, es schon am Anfang einzufügen, hätte mir viel Zeit gespart). Genauso mit dem Layout und dem Literaturverzeichnis.

Univorlagen/Bewertungskriterien

Viele Unis haben Vorlagen oder anderen Bachelorarbeiten/Masterarbeiten veröffentlicht, an denen man sich ganz am Anfang orientieren kann. Das kann beim Layout oder zum Beispiel der Erstellung einer Gliederung helfen. Außerdem gibt es meist ganz genaue Bewertungskriterien, an denen du dich beim Schreiben orientieren kannst.

Literaturverwaltungsprogramm

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich hatte am Ende so viel Literatur, dass ich gar nicht mehr durchgeblickt habe. Da hat mir ein Verwaltungsprogramm wie Zotero (oder z.B Citavi sehr geholfen). Du kannst damit alles verwalten, Notizen machen und dir am Schluss ein komplettes Literaturverzeichnis im gewünschten Stil erstellen lassen.

Speichern. Speichern. Speichern.

Mag banal klingen, aber mein Rechner ist regelmäßig abgestürzt, als ich Zotero und Word gleichzeitig geöffnet hatte. Selbst, wenn man nur einen Satz verliert, hat man meist so lange dran gefeilt, dass es sehr ärgerlich ist.

Schlechter Betreuer

Sollte dein BetreuerIn nicht ganz so engagiert sein, wie es bei mir der Fall war, kann es sich lohnen bei anderen Fachrichtungen vorbeizugucken. Mir hat es total geholfen mich mit Menschen aus meinem Seminar aber auch mit Studierenden aus ganz anderen Fachrichtungen als Psychologie auszutauschen und gegebenenfalls Materialien zu bekommen.

Ganz genauer Zeitplan

Mir hat es geholfen einen detaillierten Zeitplan aufzuschreiben, um so step by step alles abarbeiten zu können. Da außer der Bachelorarbeit nicht viele Vorlesungen übrig waren, hat es mir sehr viel Struktur gegeben. Ich habe übermäßig viel Puffertage eingeplant, damit ich bei einer Schreibblockade auch mal einen Tag frei nehmen konnte. Außerdem solltest du genug Zeit zum Korrekturlesen und dem Plagiatscheck einplanen. Auch das Formatieren raubt viiiell mehr Zeit, als man denkt.

Schreibblockade

Bei einer Schreibblockade hat es mir total geholfen ein paar Tage Pause zu machen oder hin und wieder den Schreibplatz zu wechseln (Bib, Café etc.). Auch kürzere Lernsessions (statt 90 eher 45 Minuten) oder eine gemeinsame Forest-Einheit mit Freunden konnten mich motivieren.

Sich trauen Fragen zu stellen

Gerade gegen Ende meiner Arbeit hatte ich tausende von Fragen. Und zwar auch Fragen zu ganz „banalen“ Sachen, wie zu Zeilenabständen oder Zitierweisen. Man hat das Gefühl, es sind dumme oder blöde Fragen, aber schließlich ist dein Betreuer genau dafür da: Um dir zu helfen und genau diese Fragen zu beantworten.

Hast du noch Tipps zur Bachelor-/Masterarbeit?

Dann teile sie super gerne, denn Tipps gibt es nie genug.

Veröffentlicht von mayyoulive

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