Aufnahmetest Psychologie in Österreich

Möchte man Psychologie studieren, haben die allermeisten in Deutschland keine Chance. Zu diesen Menschen gehöre ich, weswegen ich beschlossen habe den Psychologieaufnahmetest in Österreich zu schreiben. Ich habe den Studienplatz, nachdem ich den Test zwei Mal geschrieben habe bekommen und möchte deswegen mit Dir Tipps und Tricks teilen, um diesen zu bestehen.

Ich möchte hier meine Erfahrungen zu dem Test schildern und Dinge teilen, die mir beim Lernen geholfen haben. Denn das Lernen bestand für mich nicht nur aus reinem lernen, sondern auch aus ziemlich viel Arbeit (und Pause) drumrum.

MINDSET!!!

Das war mit Sicherheit das Wichtigste. Man zweifelt bei dem vielen Lernen so oder so an sich. Wie du bestimmt schon gehört hast, geschieht das Meiste in uns unbewusst. Dies führt sogar dazu, dass wir uns unbewusst Steine in den Weg legen können, damit wir eben „verkacken“.

Goethe hat mal gesagt:

Wenn wir Menschen behandeln, wie sie sind, dann machen wir sie schlechter; wenn wir sie dagegen behandeln, als wären sie bereits so, wie sie sein sollten, dann bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“

Das beschreibt diesen Effekt eigentlich ziemlich gut. In gewisser Weise baut das mit dem Mindset also auf diese selbsterfüllende Prophezeiung auf (auch Pygmalion-Effekt).

Also habe ich mir egal, ob ich daran geglaubt habe oder nicht immer wieder positive Affirmationen aufgesagt. Einfach um etwas anderes zu hören als das Ständige „du bist nicht gut genug, du kannst es eh nicht usw.“, das ich mir selbst und vielleicht auch ein bisschen die Depression immer wieder einflüsterte. Ich wollte irgendwie mein Unterbewusstsein erreichen. Jeden Morgen, jeden Abend, immer zwischendrinnen habe ich mir solche Sätze vorgesagt:

  • Ich habe den Studienplatz verdient
  • Ich bin gut genug
  • Ich will Psychologie studieren, ich werde also auch Psychologie studieren
  • Ich kann das schaffen
  • Ich muss nicht alles wissen
  • Ich werde den Aufnahmetest bestehen

vielleicht kannst du für dich selbst die Glaubenssätze finden, die Dir am meisten helfen.

DEIN WARUM DEFINIEREN

Warum will ich Psychologie studieren? Wieso werde ich jetzt jeden Tag lernen? Was motiviert mich? Wenn du das ganz am Anfang klärst wird es Dir auch an schwierigeren Tagen leichter fallen zu lernen. Wenn die Grundmotivation schon fehlt kann es nur noch schwieriger werden. Überleg Dir also warum Dich ausgerechnet dieser Studiengang interessiert. Besuche die Stadt und die Universität. Was gefällt Dir an der Stadt am Besten? Warum würdest du dort gerne wohnen? Führe Dir diese Dinge immer wieder vor Augen, wenn es schwierig wird.

RECHTZEITIG ANFANGEN ZU LERNEN

Im Endeffekt macht das jeder so, wie er es am Besten kann. Und vermutlich wirst du nach all den Schuljahren auch ungefähr wissen, ob du lieber kurz vor knapp beginnst oder dir dann doch etwas mehr Zeit lässt.

Was du wissen solltest: Der Stoff wird sehr leicht unterschätzt. Es ist mehr als man denkt und bis man tatsächlich alles draufhat, kann es dann doch ein bisschen dauern.

Ich Persönlich habe drei Monate vor dem Test angefangen zu lernen und so würde ich es auch im Nachhinein machen. Denn: Ich hatte so genügend Puffer und auch freie Tage, sodass ich nicht jeden Tag nur an Psychologie dachte (auch, wenn ich das gerne gemacht hätte). Ich lernte also von Montag bis Freitag jeden Tag zwischen 3 und 5 Stunden und am Wochenende war dann immer frei. Das war für mich vor allem für den Ausgleich sehr wichtig.

ZUR ZEIT DES TESTS LERNEN

Eine Kleinigkeit, die einen großen Unterschied machen kann. Ich persönlich war immer der Meinung, dass ich besonders gut am Morgen lernen kann. Ich stand also immer besonders früh auf. Das war gut, denn um 11 hatte ich mein Tagespensum geschafft und konnte mich am Nachmittag anderen Dingen widmen.

Einige Wochen vor dem Test erfuhr ich aber dann, dass ich in die Nachmittagsgruppe eingeteilt worden war. Und zwar zu der Zeit, in der ich mich meistens so gar nicht konzentrieren konnte. Mir war irgendwie klar, dass das für den Test jetzt nicht so optimal wäre, deswegen begann ich immer zu genau der Zeit zu lernen, bis sich dies einigermaßen einpendelte und ich dann sogar nachmittags besser konzentrieren konnte…

ÜBUNGSBÜCHER

Tatsächlich habe ich auch Einiges an Übungsbüchern durchgearbeitet und muss sagen, dass mir das auch geholfen hat. Es hat geholfen sich ein genaueres Bild über den Test zu machen und sich nochmal die verschiedensten Aufgaben zu allen drei Teilen anzuschauen. Ich habe hier, die die mir am Besten geholfen haben zusammengefasst.

Mein Favorit: Aufnahmetest Psychologie von Sina Haghiri. Du findest hier eine Testsimulation und Aufgaben zu allen drei Teilen. Diese waren auch etwas komplexer, als in anderen Übungsbüchern, weshalb ich dieses besonders weiterempfehlen kann. Auch die Bücher der letzten Jahre lohnen sich absolut (hatte auch nicht das Aktuellste).

Für den Englischteil kann ich dieses Buch hier empfehlen: Psychologie Wörterbuch Wortschatz Englisch – Deutsch

Absolut empfehlenswert für den Formal-Analytischen Teil ist dieses Buch hier. Man bekommt ein gutes Gefühl für mögliche Aufgaben und findest gut rein. Die Lösung helfen zusätzlich beim Verständnis: Formal-analytisches Denken – 100 Übungsbeispiele für den Methodikteil

PODCASTS UND VIDEOS

Hin und wieder habe ich zu gewissen Themen auch Podcasts und Videos geschaut, die zu einem gewissen Thema waren. Im Test kommen hin und wieder auch wirklich nur Verständnisfragen dran, weswegen es auch gut ist, mal eine andere Sicht der Dinge zu hören.

APPS UND KARTEIKARTEN

Vor allem die App Quizlet kann ich absolut weiterempfehlen. Und auch das Schreiben von Karteikarten hat mich extrem weitergebracht. Zum Einen, weil ich beim Schreiben alles nochmal wiederholt habe, zum Anderen, weil ich sie überall hin mitnehmen konnte.

VORBEREITUNGSKURSE

Vorbereitungskurse sind umstritten. Ich persönlich habe einen Vorbereitungskurs gemacht, weil ich es um jeden Preis schaffen wollte. Und ich würde ihn im Nachhinein noch einmal machen. Es gibt sehr sehr viele Angebote in den unterschiedlichsten Preisklassen, sodass du mit Sicherheit das finden wirst, was dir am meisten zusagt. Auch die Testsimulationen kann ich Dir nur ans Herz legen, da kommen hin und wieder ähnliche Fragen dran. Was ich Dir unbedingt empfehlen kann ist die Seite von https://www.act-act-act.com/psychologie-aufnahmetest-2022-news (keine Werbung). Die Probeaufgaben haben mir am meisten geholfen.

DIE TESTTEILE

Am meisten habe ich auf den Buchteil gelernt, weil dieser auch am meisten Punkte einbringt. Anschließend würde ich Dir raten Dich besonders auf einen der Teile zu konzentrieren. Bei mir war es Englisch, weil ich wusste, dass ich in diesem Teil mehr Punkte machen konnte als im Formal-analytischen Denken. Tatsächlich habe ich dann im Englischteil alle Punkte erreicht. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht auch einiges an Übungen für den anderen Teil gemacht hätte, aber ich habe mich auf das konzentriert, was ich schon konnte und diese Skills verbessert.

Ein weiter sehr hilfreicher Gedanke: Ich muss weniger können als ich denke!

AN SCHLECHTEN TAGEN NICHT VERZWEIFELN

Man neigt dazu. Aber gerade deswegen fängt man rechtzeitig an. Da ist es auch mal nicht so schlimm, wenn es ein paar Tage lang so gar nicht funktionieren will. Solche Tage wird es geben!

AM TAG SELBST

  1. Rufe Dir D
  2. eine Affirmationen in Erinnerung: ich kann das, ich habe den Studienplatz verdient, ich bin gut vorbereitet.
  3. Versuche so wenig Entscheidungen wie möglich zu treffen: Entscheide am Tag vorher, wo du frühstücken willst und was du anziehst.
  4. Nicht lernen, das hilft auch nichts mehr und bringt Dich womöglich durcheinander.
  5. Manchmal ist in der Halle bevor der Test losgeht ganz schön lange Wartezeit. Vielleicht kannst du Dir da schon vorher ein bisschen was überlegen, wie Du sie überbrücken kannst, ohne verrückt zu werden. Ich persönlich habe gegessen und meditiert. Du kannst die Zeit auch nutzen, um Dir auch schon einige Informationen durchzulesen, die bereits ausgeteilt wurden. Das spart während des Tests auch noch einiges an Zeit.
  6. Wenig Schlaf verringert die Leistungsfähigkeit weniger als man denkt! Super hilfreicher Gedanke, ich glaube aber allgemein schläft keiner vor dem Test gut.
  7. Was auch ein hilfreicher Gedanke ist: Die Antwort steht schon da. Du musst sie nur herausfinden.
  8. Sich für nach dem Test etwas Schönes vornehmen, worauf man sich freuen kann: Mein Freund und ich haben einen Sushi-Filmeabend gemacht.

BLABLABLA

Und hier nochmal Dinge, die man sowieso weiß, die man aber halt nicht oft genug sagen kann:

  • In der Lernzeit allgemein auf genügend Ausgleich und Bewegung achten
  • und auf Ernährung!
  • Alle Sachen am Abend vor dem Test packen und bereitlegen. Glaub mir am Tag selbst hat man keinen Nerv dazu.
  • Ich bin bereits zwei Tage vorher angereist, weil ich schon irgendwie auch immer einen Tag brauche, um von der Reise runterzukommen, so konnte ich mich dann komplett auf den Test konzentrieren.
  • Nach dem Test kann man eh nichts mehr ändern. Versuche also Dich nicht verrückt zu machen. Meistens hat man dann doch besser abgeschnitten als man denkt.

Hast du noch Fragen oder Tipps?

Dann gerne teilen!

Veröffentlicht von mayyoulive

g e t b u s y l i v i n g

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