Mit Weltschmerz umgehen

Brände in Südfrankreich, Australien, Griechenland. Fluten in Deutschland. Die Taliban in Afghanistan. Der Klimawandel. Die Corona-Krise. Armut, Ungerechtigkeit, Angst, Krieg, Tote.

Alles Dinge, die in der Welt passieren und die belasten. Zumindest mich. Dinge, die so sehr belasten und einen runterziehen, dass man kaum noch atmen kann.

Luxusproblem? In gewisser Weise ja. In Krisengebieten haben manche Menschen vielleicht gerade andere Sorgen. Das bedeutet aber nicht, dass Weltschmerz keine Sorge ist. Das bedeutet nicht, dass Weltschmerz kein Problem ist. Weltschmerz kann uns auch unter Stress setzen. Und bekanntlich ist Stress eine der häufigsten Ursachen für psychische Krankheiten. Wir sind in gewisser Weise soziale Wesen und jedes Gefühl ist berechtigt. Und jede/n belastet es anders. Und jeder darf sich dazu äußern oder eben nicht. Das sollte beachtet werden. Nicht jeder möchte sich mit dem Thema beschäftigen, weil es ihn z.B. zu sehr belastet. Wir wissen nicht, was Dinge in anderen auslösen können, deswegen sollten wir auch nicht gleich urteilen, wenn jemand auch mal nichts dazu sagen will.

Der Beitrag ist gegliedert in:

  1. Was ist Weltschmerz überhaupt?
  2. Was kann ich gegen Weltschmerz tun?
  3. Podcasts, die mir geholfen haben
  4. Deine Meinung und Tipps zu Weltschmerz.

Was ist Weltschmerz überhaupt?

Hier die Definition von Weltschmerz aus dem Duden.

die seelische Grundstimmung prägender Schmerz, Traurigkeit, Leiden an der Welt und ihrer Unzulänglichkeit im Hinblick auf eigene Wünsche, Erwartungen

https://www.duden.de/rechtschreibung/Weltschmerz

Wann empfindet man also Weltschmerz?

Weltschmerz hat etwas mit Erwartungen zu tun. Wenn sich die Welt nicht so entwickelt, wie man es sich vorstellt, kann man also Weltschmerz empfinden. Und in gewisser Weise gehört auch das Gefühl der Hilflosigkeit dazu. Gedanken wie Ich kann doch eh nichts bewegen, wie soll ich als einzelner Mensch etwas tun?, können dabei auftreten. Weltschmerz zieht einen runter. Weltschmerz kann Angst machen und auch Pessimismus auslösen, wie zum Beispiel durch den Klimawandel geht die Welt eh unter, da kann ich nichts mehr tun. Das wiederum führt zum Grübeln und Hoffnungslosigkeit, vielleicht auch zu Schlafstörungen, weil man das Grübeln nicht ablegen kann. Es ist ein Teufelskreis. Dieses Gefühl der Ohnmacht und Unzulänglichkeit könnte man als Weltschmerz bezeichnen. Wenn es schmerzt, was in der Welt passiert. Wenn es einen überwältigt und traurig macht. Ich habe schon oft Weltschmerz empfunden. Der Tipp von meiner Therapeutin: Es nicht an einen ranlassen. Aber so einfach ist das leider nicht.

WAS DU TUN KANNST

Was kann man jetzt also tun, gegen diesen Weltschmerz?

NACHRICHTEN ACHTSAM KONSUMIEREN

Achtsam im Sinne von der Tageszeit, an der man konsumiert. Ratsam ist es, sich ein oder zwei Zeiten am Tag rauszusuchen, an der man Nachrichten schaut. Aber eben nicht den ganzen Tag. Nicht die Nachrichten morgens im Radio, dann gleich wieder auf Instagram und dann aber wieder in den Nachrichten und dann wieder auf Instagram. Man braucht auch mal eine Pause, um nicht durchgehend an die Nachrichten zu denken. Deswegen kann es hilfreich sein, wenn man sich eine konkrete Zeit raussucht, an der man konsumiert. Es gibt auch Studien, die nachweisen, dass es die Leistungsfähigkeit senkt, wenn man vor Schule oder Arbeit Nachrichten schaut. Vielleicht ist also nachmittags ein guter Zeitpunkt? Das kann auch für jeden individuell sein, aber Hauptsache du findest eine Zeit für dich, die dich nicht zu sehr einschränkt.

Ausmisten ist also gut. Kann ich morgens statt dem Nachrichtenpodcast einen anderen Podcast hören? Kann ich Nachrichtenaccounts auf Instagram vielleicht entflogen? Oder folge ich nur noch den Nachrichtenaccounts und schaue dafür keine Nachrichten mehr? Du kannst das tun, was dir am besten erscheint. Und es bedeutet nicht, dass du ignorant bist oder dich nicht für die Welt interessierst. Es bedeutet, dass du dich für dich selbst interessiert und für die Welt, denn du reduzierst deinen Konsum ja nur.

Es ist schwierig gar keine Nachrichten mehr zu konsumieren. Denn man möchte und sollte ja wissen, was in der Welt vor sich geht. Aber weniger zu konsumieren und sich eine feste Tageszeit rauszusuchen, kann jedenfalls nicht schaden.

EINE GUTE BEZIEHUNG ZU SICH SELBST AUFBAUEN – REFLEKTIEREN

Wir fühlen uns traurig, weil wir besondere Erwartungen an diese Welt haben. Hier kann es helfen schon einmal nach seinen Erwartungen zu handeln. Beispiel: Durch die Klimakrise geht die Welt kaputt. Keiner handelt so, dass es der Welt gut tut. Okay, dann handle ich eben zumindest so. Ich wähle eine „Klimapartei“, ich ernähre mich vegetarisch, ich fliege weniger, und und und…

Hier möchte ich auf die Selbstanalyse, auf das Reflektieren, das Journal eingehen. Dabei kann man sich Fragen stellen wie:

  • Was bereitet mir Sorge?
  • Was macht mir Angst?
  • Was finde ich ungerecht?
  • Was macht mich wütend?

So kann man schon einmal die Themen und Werte herausfiltern, die einem besonders wichtig sind und die nächsten Schritte einleiten. Weltschmerz kann gut sein, wenn er zum Handeln motiviert. Also kann man erstmal sein eigenes Handeln hinterfragen und sich dann überlegen, wie man anders handeln könnte.

  • Was kann ich tun, damit ich mit meinen Werten handeln kann?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wie kann ich mein Möglichstes tun?
  • Wie handele ich jetzt, was kann ich ändern?

Und wenn du dein Möglichstes tust, um die Welt besser zu machen und dir das auch vor Augen führst, dann wird es dir zumindest ein bisschen besser gehen. Denn ein einzelner Mensch kann sehr wohl einen Unterschied machen. Einen kleinen, aber man macht ihn. Sei es nur für einen selbst. Sage dir dann immer wieder vor:

ICH TUE MEIN MÖGLICHSTES. UND ES IST GENUG.

ICH GEBE MEIN BESTES, MEIN MÖGLICHSTES ZU TUN.

GEDANKEN: WAS SIND NACHRICHTEN ÜBERHAUPT?

Erstmal sind Nachrichten nur eine Auswahl von Dingen, die passiert sind. Das bedeutet, dass noch tausende andere Sachen geschehen sind, von denen wir keine Ahnung haben. Auch gute!

Was sind Nachrichten? Nachrichten kommen meist, wenn etwas schlechtes passiert. Etwas außergewöhnlich schlechtes. Falls es dir schon aufgefallen ist, kommen in den Nachrichten selten positive News. Das bedeutet im Umkehrschluss: Die Nachrichten sind schlecht, aber die Normalität ist an sich gut.

Es gibt zwei Möglichkeiten dafür, wie die Welt aussehen könnte. Ich glaube dazu kannst du dir nach diesem Post deinen Teil denken.

Außerdem kann es helfen konstruktiv an das Positive zu denken. Okay erstmal scheint es schwierig. Aber hier ein Beispiel: Notre Dame brennt. Das ist erstmal belastend und wird auch erstmal eine schlechte Neuigkeit bleiben. Aaaabbbberr: Es ist nur Notre Dame abgebrannt und nicht ganz Paris. Wenigstens ist das Feuer nicht auf ganz Paris übergesprungen. Nach diesem Gedanken ging es zumindest mir schon einmal besser.

heute sind viele Dinge passiert, es sind aber auch viele Dinge eben NICHT passiert. Bei der und der Katastrophe sind auch viele Menschen eben NICHT gestorben. Die Welt ist eben NICHT untergegangen. Das Feuer hat sich eben noch NICHT ausgebreitet.

Vielleicht helfen dir diese Gedanken auch.

Mir bleibt nur eines zu sagen:

PODCASTS

Ich habe außerdem hier einige Podcast aufgelistet, die mir bei diesem Beitrag geholfen haben. Sie waren sehr hilfreich und vielleicht hast du ja auch Lust hineinzuhören 🙂

DEINE MEINUNG

Was denkst du über Weltschmerz? Hast du persönliche Tipps dagegen?

Veröffentlicht von mayyoulive

g e t b u s y l i v i n g

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