Klimaangst ist ein Thema, das kaum noch an einem vorbeigeht und auch etwas, das ich in letzter Zeit vermehrt gespürt habe. Zu einem ähnlichen Thema, habe ich bereits einen Post verfasst, den findest du hier. Vor allem hat mich die Klimakrise über mein Leben nachdenken lassen. Werde ich jemals so leben können wie jetzt. Wie sieht mein Leben in 10 oder 20 Jahren aus? Möchte ich überhaupt eine Familie gründen, wenn ich weiß, dass unsere Welt wortwörtlich untergeht?
Es wird im Sommer immer heißer und im Winter immer kälter. Es gibt mehr und mehr Naturkatastrophen, es wird mehr Krankheiten, mehr Kriege, weniger Ressourcen geben. Und das ist nur ein Bruchteil der Folgen der Klimakrise.
Und das ist beängstigend und darf es auch sein.
„Die Klimaangst mag beängstigend sein, aber sie sollte uns nicht lähmen. Sie sollte uns antreiben, nach Lösungen zu suchen und gemeinsam Veränderungen herbeizuführen.“
– Greta Thunberg
Was kann man also gegen Klimaangst machen?
Das Problem des Klimawandels besteht darin, dass er nicht greifbar ist, man bekommt ihn nur indirekt mit. Dass die Konsequenzen noch „weit“ (nicht so weit wie wir denken) in der Zukunft liegen, macht es nicht besser. Denn dann neigt man dazu in solche Gedanken wie „das betrifft mich ja dann nicht“ zu verfallen. So ähnlich kennt man das auch bei Rauchern, denen es noch schwerer fallen kann aufzuhören, weil die Konsequenzen des schlechten Verhaltens erst in der Zukunft auftreten werden.
Außerdem können wir all das, was wir für das Klima machen nicht sehen. Wir können versuchen weniger zu fliegen, aber das Flugzeug wird trotzdem abheben. Wir können unsere eigene Tasche zum Einkaufen mitnehmen, aber wenn das nicht jede /jeder macht wird es wenig Einfluss haben (weswegen in Sachen Klimaschutz vor allem die Politik eine sehr große Rolle spielt). Die Motivation dann noch irgendwie aufrecht zu erhalten ist dann ziemlich schwierig.
All das kann das Thema noch bedrohlicher machen, als es eh schon ist.
„Ich glaub die Klimakrise war noch nie so nah – und es passiert trotzdem nichts.“
Pauline Brunner
Die Angst ist berechtigt
Klimaangst ist im Normalfall keine Krankheit. Warum? Bei einer Angststörung ist der Grund für die Angst unrealistisch. Das ist bei der Klimakrise nicht der Fall. Sie existiert und ist real. Deswegen ist es auch begründet Angst zu empfinden. Du darfst Angst empfinden. Es bringt nichts sich mit Schuldgefühlen zu plagen oder sich zu fragen, was mit einem nicht stimmt. Die Angst ist da und sie ist berechtigt.
„Lasst uns unsere Ängste überwinden und den Klimawandel als Chance betrachten, unsere Welt zu verbessern und eine nachhaltige Zukunft aufzubauen.“
– Barack Obama
Angst ist etwas Gutes
Oft wirkt die Angst auf einen dysfunktional. Man ist wie gelähmt und kann einfach nichts anderes mehr tun. Manchmal kann die Angst aber auch dazu motivieren aktiv zu werden und etwas. zu verändern. Hätten wir in der Steinzeit keine Angst vor wilden Tieren empfunden, dann gäbe es uns nicht mehr. Sie hat also auch eine gewisse Schutzfunktion. Sie macht uns bewusst, was wichtig für uns ist und worauf wir Wert legen.
„Die Klimaangst ist eine Quelle der Motivation, die uns dazu anspornen sollte, als Individuen und als Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und den Klimawandel zu bekämpfen.“
– Katharine Hayhoe
Angst hinterfragen
Vor was habe ich genau Angst?
Habe ich Angst oder mache ich mir „nur“ Sorgen?
Was kann ich jetzt gegen meine Angst machen?
Auf Ökostrom wechseln? Zum gießen Regenwasser sammeln? Die Ernährung verändern? Eine andere Partei wählen? Etwas ganz anderes? Wichtig ist nur, dass du kontinuierlich dranbleibst und diese Sache, dann nicht nur einmal machst und dann ist gut.
“Das Richtige zu tun bleibt richtig, auch wenn es die Welt nicht rettet!“
Jan Lenarz
Du darfst dich distanzieren
Nur, weil es dir gerade damit nicht gut geht und du vielleicht ein bisschen Abstand brauchst, heißt das nicht, dass du ein schlechter Mensch bist. Es ist okay, sich nicht den ganzen Tag mit dem Thema zu beschäftigen. Plane bewusst positive Aktivitäten in deinen Alltag ein und setzte dir bestimmte Zeitlimits, um dich mit dem Thema zu beschäftigen. Ein Beispiel wäre 10 Minuten vor dem Abendessen.
„Es ist verständlich, Angst vor dem Klimawandel zu haben, aber wir müssen diese Angst nutzen, um uns zu motivieren, umweltfreundliche Maßnahmen zu ergreifen und die Zukunft unseres Planeten zu schützen.“
– Leonardo DiCaprio
Sich zusammenschließen
Alleine Dinge zu verändern kann ziemlich schwierig sein. Vielleicht findest du also gleichgesinnte, denen es so geht wie du. Und vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung, wie ihr das ganze Thema angehen könnt. Außerdem ist es immer gut über das Thema zu reden, du wirst merken: du bist nicht alleine.
Wie immer habe ich einige hilfreiche Quellen und Podcasts gesammelt, die ich mir auch angehört habe. Vielleicht helfen sie dir auch 🙂
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/klimakrise–10-tipps-gegen-klimaangst-30873998.html
